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Der Erdbeerbaum in Tossa de Mar und den Cadiretes

Der Erdbeerbaum (Arbutus unedo) gehört zu den immergrünen Gewächsen des Mittelmeerraumes und findet sich nahezu überall in den Wäldern Tossas. Der etwas groß geratene Strauch, der mehr schon einem kleinen Baum ähnelt, gehört zu den Heidekrautgewächse (Ericaceae). Wie schon die Korkeiche Korkeichen bei Tossa gehört auch der Erdbeerbaum zu jenen Pflanzen, die sich kaum entzünden und nach einem Brand erneut ausschlagen. Eine weitere Gemeinsamkeit mit der Korkeiche besteht in der Vorliebe zum kalkarmen, sandhaltigem Boden, auch wenn der Arbutus eine gewisse Kalkmenge toleriert.
 
Blüten und Früchte des ArbutusIn der Regel wird der Erdbeerbaum, der mit zu den typischen Mittelmeerpflanzen Mittelmeerpflanzen gehört, zwischen 3 und 7 Metern, wobei Einzelexemplare bei idealer Kondition jedoch auch bis zu 15 Meter erreichen können. Die Mehrheit der Exemplare um Tossa und vor allem in den Cadiretes Massiv der Cadiretes überschreitet jedoch kaum 5 Meter.
 
Der Erdbeerbaum wird gewöhnlich zwischen 20 und 25 Jahre alt, wobei seine Pfahlwurzeln bis zu 10 Meter in den Boden reichen, was dem Strauch auch ein überleben bei längerer Trockenheit ermöglicht und er Temperaturen von bis zu -15 Grad Celsius überstehen kann. Diese Eigenschaft erlaubt auch seine Kultivierung in Gärten, die etwas nördlicher liegen. Junge Pflanzen reagieren jedoch sehr empfindlich auf ein Umpflanzen.
 
Auch wenn der "kleine Baum" in Tossa de Mar nur noch wenig genutzt wird und die Früchte vor allem den Vögeln als Nahrung dienen, so gehört dieser Mittelmeerstrauch dennoch zu jenen Gewächsen, die sehr vielseitig angewandt werden können. Die roten Früchte können (in geringer Menge) direkt vom Strauch gegessen werden, dienen der Herstellung von Gelees, Kompotten und Konfitüre, der Fabrikation des "licor de madroņo" in Alicante, sind die Basis für den portugiesischen Schnaps "Medronho" und werden in Korsika beim Bierbrauen zugesetzt. Aber die "Erdbeeren" werden bisweilen auch in Salaten und verschiedenen Backwaren verwendet. Selbst das Holz ist ein exzellenter Rohstoff für künstlerisches Schnitzen und die Holzkohle ist höchster Qualität.
 
Blüten des ErdbeerbaumesDer Erdbeerbaum (Arbutus unedo) gehört schon seit Jahrhunderten mit zu den bekannten Heilpflanzen Heilpflanzen bei Tossa. Die Rinde des Busches ist ein ausgezeichnetes Diuretikum, Früchte und Blätter des immergrünen Strauches haben entzündungshemmende, antirheumatische und diuretische Eigenschaften. Vor allem die Blätter haben, auch auf Grund ihres Tanningehaltes antiseptische Wirkung, bekämpfen Durchfall und dienen der Desinfektion der Urinwege.
 
Der Erdbeerbaum hat jedoch auch symbolische Bedeutung, denn er ist seit 1971 der Nationalbaum Nicaraguas und das Stadtwappen von Madrid zeigt einen Bär, der gerade von einem Erdbeerbaum nascht, was nichts anders bedeutet als die Vereinigung von Klerus und Adel.
 
Nachdem die Früchte im Winter reifen dienen sie zahlreichen Vögeln, vor allem auch den im Mittelmeerraum überwinternden Zugvögeln, als willkommene Nahrung
 
Da die erdbeergroßen Früchte sehr langsam reifen und von grün zu orange und schließlich zu rot wechseln, beginnen sie oft schon am Baum zu gären. Der Genuss der Beeren kann daher zu Kopfschmerz und auch einem relativ hohen Alkoholgehalt im Blut führen. Da der Wachstumsprozess der zwischen Dezember und März reifen Früchte sehr langsam vor sich geht findet man im Winter in der Regel gleichzeitig die Beeren und die Blüten am Strauch. Wer Tossa im Sommer besucht muss daher etwas nach den kleinen Früchten suchen und sieht auf den ersten Blick nur die Blätter des immergrünen Strauches
 
Der Erdbeerbaum bevorzugt die Küstenlandchaft und kommt nur noch selten auf über 1200 Meter vor. Er sucht viel Sonne, aber toleriert auch Halbschatten. Der Strauch gilt zusätzlich als Indikator dafür, dass der Boden auf dem er wächst noch fruchtbar ist.