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Mare de Déu de Gràcia, alte Kapelle und Einsiedelei

Der Ursprung der heutigen Ruine der Kapelle-Einsiedelei Mare de Déu de Gràcia ist uns leider verborgen. Mit Sicherheit war die Umgebung der Kapelle jedoch bereits in der Jungsteinzeit und später von den Iberern besiedelt. Aber die geschichtlichen und archäologischen Spuren sind rar und der nächste Menhir, der "Menhir d'en Llach" befindet sich etwa drei Kilometer von der Kapelle entfernt und ist über den Fernwanderweg GR 92 zu erreichen.
 
Die Ruine Mare de Déu de GràciaEs ist auch nicht zu beweisen, dass die spätere Einsiedelei Mare de Déu de Gràcia die erste Pfarrkirche Tossas, Sant Lionç, war, die in einem Dokument von 966 erwähnt wurde und sich auf einer Anhöhe befand aber deren Spuren heute nicht mehr zu finden sind. Vieles lässt jedoch darauf schließen, dass der Ort an dem die heutige Ruine der Kapelle steht eine gewisse Rolle in der Vergangenheit Tossas gespielt hat. Was ebenfalls für den Standort der Kirche Sant Lionç spricht, ist die Tatsache, dass zu diesem Zeitpunkt einige wichtige Wege an der heutigen Ruine vorbei führten und die Bucht Cala de Salionç, die ebenfalls von hier aus erreichbar ist, eine Abwandlung des Namens Sant Lionç ist;
 
Sicher ist auch, dass der heute noch sichtbare Teil der Kapelle in seiner ursprünglichen Form im 10. oder 11. Jahrhundert gebaut wurde, also romanischen Stils war und über ein rechteckiges Schiff und eine halbrunde Apside verfügte.
 
Im 17. Jahrhundert wurde die zur Einsiedelei gewordene Kapelle Mare de Déu de Gràcia um ein kleines Gebäude erweitert, die dem Einsiedler als Wohnstätte diente. Bereits zu dieser Zeit war die Kapelle bereits zu einem lokalen Wallfahrtort für die Bewohner Tossas geworden, die von Maria, der Mutter Gottes also Hilfe in der Lösung ihrer Probleme erhofften.
 
Kreuze an der Mauer der RuineIm französisch-spanischen Freiheitskrieg, dem Napoleonischen Krieg, (1808 - 1814) wurde das Gebäude schließlich vollständig zerstört. Die seit dieser Zeit vorhandene Ruine benötigt dringend Arbeiten um eine weitere, heute natürliche Zerstörung zu verhindern.
 
Im Volksglauben Tossas spielt die ehemalige Einsiedelei Mare de Déu de Gràcia jedoch nach wie vor eine wichtige Rolle. Außer dem Aplec (einer Romería, was einer Wallfahrt entspricht), einem Fest unter freiem Himmel das jährlich jeweils Anfang Mai stattfindet, zieht das Gebäude jedes Jahr auch an anderen Tagen zahlreiche Besucher an, die Maria um Hilfe bitten. Die zahlreichen, oft sehr einfach angefertigten Kreuze an den Mauern der ehemaligen Einsiedelei liefern den Beweis.
 
Die ehemalige Kapelle und Einsiedelei, die auf einer Höhe von 240 Metern liegt und etwa eine Stunde Wanderung von Tossa aus erfordert, liegt an mehreren Wanderpfaden, so dem Weitwanderweg GR 92, aber auch der MTB-Strecke 1 und der MTB-Route 2, dem Wanderweg nach Sant Grau, dem Camí del Aigua oder der Route zum Gipfel der Cadiretes Massiv der Cadiretes.