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Die Beerdigung der Sardine in Tossa de Mar

Das Begraben der Sardine ist eine Tradition, die nicht nur in Katalonien verbreitet ist, sondern in ganz Spanien vorkommt. Am Aschermittwoch wird, symbolisiert durch eine Sardine, der Karneval zu Grabe getragen.
 
Der letzte KarnevalsumzugDer eigentliche Ritus, der zur Beerdigung der Sardine führte, geht in die vorchristliche Zeit zurück und hat seinen Platz in der Mythologie, denn geschichtlich betrachtet geht es bei diesem Ereignis nicht nur um das Ende des Karnevals und den Beginn der Fastenzeit sondern vor allem darum, dass der Frühling erwacht und damit das Leben eines neuen Jahres beginnt.
 
Während das ursprüngliche Fest sich vor allem um das Element Feuer drehte und später, unter christlichem Einfluss, dann auch Fleisch begraben wurde, und das nicht nur symbolisch, reicht die Begrabung der Sardine im heutigen Sinne nur bis ins 19. Jahrhundert zurück und wurde zum ersten Mal in Madrid gefeiert. ... auch wenn die "Beerdigung der Sardine" ebenfalls ein Symbol für den Tod Francos im Jahre 1977 ist und diese "Beerdigung" vermutlich bekannter wurde als der Ursprung des tatsächlichen Festes.
 
Die von Flammen umgebene SardineIm 19. Jahrhundert jedenfalls vereinigten sich die Studenten Madrids vor der Farmacia de San Antón und zogen, an der Spitze des Zuges eine Sardine, die die kommende Abstinenz und die Fastenzeit symbolisierte, durch die Stadt um zum letzten Mal Karneval zu feiern. Niemand dachte wohl an diesem Tag, dass sich dieser Umzug über ganz Spanien verbreiten würde und eines Tages selbst zur Tradition gehören würde.
 
Warum nun aber eine Sardine? Ursprünglich wurde Fleisch begraben, das die Sünde darstellen sollte und die Ausschweifungen im Karneval symbolisierte. Zur Sardine kam es vermutlich lediglich auf Grund einer falschen Übertragung des Wortes im Laufe der Jahrhunderte, denn das Fleisch kam von einem cerdo, das vieler Orts "cerdina" (ausgesprochen serdina) genannt wurde, und aus cerdina wurde schließlich eine sardina.
 
Rund um das FeuerDie Beerdigung der Sardine wird in Spanien sehr unterschiedlich gefeiert und ist, z.B. in Murcia, ein sehr bedeutendes Fest geworden, das Tausende von Besuchern anzieht und als kulturelles Ereignis der Stadt gilt. In Tossa de Mar wird diese Tradition in engerem Kreise gefeiert und das Ereignis zieht vor allem die Teilnehmer des Karnevals, vor allem natürlich auch die Kinder Tossas an.
 
In Tossa de Mar wird die übergroße Sardine in einem Karnevalsumzug, der am Casa de Cultura beginnt, von Kindern, die vor allem als Skelett verkleidet sind, durch die Strassen Tossas getragen. Dieser letzte Karnevalsumzug führt bis zum Passeg de Mossèn Cinto Verdaguer wo schließlich bei einem letzten Karnevalfest die Sardine öffentlich verbrannt wird. Zum Abschluss wird noch zu einem kostenlosen Schokoladetrunk, der Xocolatada, geladen, womit der Einstieg in die Fastenzeit etwas versüßt wird.